Krankenversicherung
Moratoriumsklausel – Krankenversicherung ohne Hürden
20. März 2026
Die Moratoriumsklausel ermöglicht den Abschluss von Krankenzusatzversicherungen ohne Gesundheitsprüfung. Erkrankungen der letzten 24 Monate sind zeitlich begrenzt ausgeschlossen.
Was ist die Moratoriumsklausel?
Die Moratoriumsklausel ist ein wichtiger Mechanismus bei bestimmten Krankenzusatzversicherungen, besonders bei DKV-Produkten wie den stationären Zusatzversicherungen UZ1 und UZ2. Sie ermöglicht es, eine Versicherung abzuschließen, ohne dass Sie einen umfangreichen Fragebogen zu Ihrer Gesundheitshistorie ausfüllen müssen.
Dafür gibt es einen fairen Kompromiss: Erkrankungen, die Sie in den 24 Monaten vor Vertragsabschluss hatten oder behandeln ließen, werden für diesen Zeitraum vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Nach Ablauf dieser Frist erhalten Sie Zugang zu allen versicherten Leistungen.
Wichtige Punkte zur Moratoriumsklausel
Keine Gesundheitsprüfung
Ihr Versicherungsvertrag wird unabhängig von Ihrem aktuellen Gesundheitszustand geschlossen. Keine aufwendigen Fragebögen oder ärztliche Untersuchungen notwendig. Das macht den Prozess deutlich schneller und unbürokratischer.
Ausschlussfrist definiert
Leistungen für Vorerkrankungen sind für einen festgelegten Zeitraum (meist 24 Monate) ausgeschlossen. Diese Frist ist transparent und wird im Versicherungsvertrag klar benannt. Danach profitieren Sie von der vollständigen Leistung des Tarifs.
Klare Definition von Vorerkrankungen
Als Vorerkrankung gelten alle Erkrankungen, für die in den 24 Monaten vor Vertragsabschluss eine Behandlung, Untersuchung oder ärztliche Beratung stattfand oder die bekannt waren – auch wenn sie aktuell nicht mehr aktiv sind.
Breite Anwendung
Die Moratoriumsklausel findet sich häufig bei:
- DKV UZ1: Stationäre Zusatzversicherung für Krankenhausaufenthalte ohne Gesundheitsprüfung
- DKV UZ2: Erweiterte Zusatzversicherung mit Moratoriumsklausel
- DKV Kur-Tarife: Spezialisiert auf Vorsorgeleistungen mit vereinfachtem Zugang
Diese Tarife sind ideal, wenn Sie schnell und unbürokratisch zu Versicherungsschutz kommen möchten, ohne dass Ihre Gesundheitshistorie Sie ausbremst.
Häufig gestellte Fragen
Was passiert nach Ablauf der Moratoriumsfrist?
Nach Ablauf der Ausschlussfrist (meist 24 Monate) werden Vorerkrankungen automatisch in den Versicherungsschutz aufgenommen. Sie erhalten dann Zugang zur vollständigen Leistung des Versicherungstarifs – ohne neuerliche Gesundheitsprüfung.
Ist die Moratoriumsklausel ein Nachteil?
Nein, es ist eher ein Kompromiss: Sie erhalten schnellen und unbürokratischen Versicherungsschutz ohne aufwendige Gesundheitsprüfung. Für bereits bekannte Erkrankungen gibt es einen zeitlich begrenzten Ausschluss, aber nach 24 Monaten volle Leistung.
Für wen ist die Moratoriumsklausel interessant?
Die Moratoriumsklausel ist besonders interessant für Menschen, die:
- Schnell und unkompliziert Versicherungsschutz brauchen
- Keine Zeit für aufwendige Gesundheitsprüfungen haben
- Mit kleineren Wartezeiten leben können, um unbürokratisch versichert zu sein
- Bereits bekannte Erkrankungen haben, aber trotzdem Zugang zu Versicherung wünschen
Unterschied zur normalen Gesundheitsprüfung
Bei der normalen Gesundheitsprüfung werden detaillierte Fragen zu Ihrer Krankenhistorie gestellt. Mit der Moratoriumsklausel entfällt dies komplett – Sie zahlen eine möglicherweise etwas höhere Prämie und akzeptieren, dass Vorerkrankungen für 24 Monate ausgeschlossen sind.
Fazit
Die Moratoriumsklausel bietet somit schnellen Schutz, aber keine Deckung für bereits bestehende gesundheitliche Probleme kurz nach Vertragsbeginn. Nach der Wartefrist erreichen Sie jedoch volle Leistung aus dem Tarifwerk.
Sie haben Fragen zur Moratoriumsklausel oder möchten mehr über DKV Zusatzversicherungen erfahren? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht – wir beraten Sie gerne!